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Er setzte Akzente: Als Sascha Köhler aufs Feld kam, lief es besser für die TG Rotenburg II. Archivfoto: Walger

Er setzte Akzente: Als Sascha Köhler aufs Feld kam, lief es besser für die TG Rotenburg II. Archivfoto: Walger

Guxhagen. Die Rotenburger Bezirksoberliga-Handballer legen nach dem 31:31 bei der HSG Körle/Guxhagen Einspruch gegen die Wertung des Spiels ein.

Mit einem 31:31 (18:16)-Remis kehrten die Bezirksoberliga Handballer der TG Rotenburg II von ihrem Auswärtsspiel bei der HSG Körle/Guxhagen zurück. Die Partie wird aber wohl ein Nachspiel am Grünen Tisch haben. „Dieses Unentschieden ist für uns ein ganz klarer Punktverlust“ bilanzierte TGR-Trainer Frank Hofmann nach der Partie und fügte hinzu: „Wir wurden hier heute ganz klar von den Schiedsrichtern benachteiligt. Der Gegner war nicht unser Problem.“

Mit seiner Aussage bezieht sich der Trainer auf eine Reihe von kuriosen Entscheidungen seitens des Schiedsrichtergespannes Kusber/Eidt (HSG Eitra/Oberhaun).

Melsungen. Die MT Melsungen II entthront den bisherigen Tabellenführer der Handball-Landesliga Nord durch ihren ungefährdeten 34:25 (14:10)-Heimerfolg und setzt sich selbst an die Spitze.

Einer der Besten im unterlegenen Team der TG Rotenburg: Jan-Oliver Holl, der in der Abwehr und im Angriff zu gefallen wusste. Archivfoto: Gerlach/nh

Die Rotenburger haben nicht nur ihre erste Saisonniederlage kassiert, sie sind auch gleich auf Rang vier abgerutscht. Einen Zähler vor ihnen liegt das punktgleiche Trio Melsungen/Korbach/Alsfeld.

25 Tore sind eine ungewöhnlich magere Ausbeute für die TGR. Auf ganzer Linie versagt hat sie im Angriff dennoch nicht. Das Team des Trainerduos Uwe Mäusgeier/Robert Nolte spielte sich zahlreiche Chancen heraus, wusste diese nur viel zu selten zu nutzen. „Wir haben den Melsunger Torwart Stefan Gröning regelrecht warmgeworfen.“ 23 Paraden hatte der Keeper am Ende auf dem Zettel stehen. Die Forderung ihrer Coaches, es mit flachen Bällen zu versuchen, erfüllten ihre Schützlinge einfach nicht.

Dabei war die TGR gut aus den Startlöchern gekommen. Sie ging auch gleich in Führung. Nach zwölf Minuten aber braute sich erstmals Unheil über dem Team zusammen. Nach drei Zeitstrafen - zwei wegen Fouls und eine gegen die Bank - standen die Gäste plötzlich in dreifacher Unterzahl auf dem Parkett. Die MT II nutzte das, um sich von 5:4 auf 8:5 abzusetzen. Dieser Schaden sollte sich nicht mehr reparieren lassen.

Quelle: HNA

Wer sich auf dieses Derby nicht freut, bleibt besser zu Hause: Probleme, seine Spieler für den Auftritt bei der MT II zu motivieren, hat Uwe Mäusgeier nicht. Sie sind heiß und müssen eher ein bisschen gebremst werden, sagt der TGR-Trainer. Foto: Walger

Wer sich auf dieses Derby nicht freut, bleibt besser zu Hause: Probleme, seine Spieler für den Auftritt bei der MT II zu motivieren, hat Uwe Mäusgeier nicht. Sie sind heiß und müssen eher ein bisschen gebremst werden, sagt der TGR-Trainer. Foto: Walger

Rotenburg. Das Gipfeltreffen der Handball-Landesliga steigt am Sonntag um 17 Uhr in der Melsunger Stadtsporthalle. Dort empfängt die MT Melsungen II die TG Rotenburg. Wir sprachen über diesen Kracher mit Uwe Mäusgeier, der gemeinsam mit Robert Nolte die Rotenburger Männer trainiert.

Der Tabellenzweite gegen den Spitzenreiter, wer ist da der Favorit? Uwe Mäusgeier: Favorit sind die Melsunger. Von den Einzelspielern her sind sie auf dem Papier die stärkere Mannschaft. Viele sind höherklassig erfahren.

Gibt es noch weitere Gründe, die für Ihren Gegner sprechen? Mäusgeier: Nein, ich sehe keine.

Duelle zwischen Melsungen und Rotenburg zählten in den vergangenen Jahren immer zu den Saisonhöhepunkten. Muss man die Spieler da überhaupt noch motivieren oder emotional sogar eher einfangen? Mäusgeier: Das ist ein richtiges Derby. Wenn sich ein Spieler darauf nicht freut, dann kann er im Prinzip zu Hause bleiben. Und diesmal geht von der Konstellation Zweiter gegen Erster noch ein besonderer Reiz aus. Motivation braucht da keiner. Man muss eher bremsen, damit keiner übers Ziel hinausschießt.

Handball-Bezirksoberliga: TGR II liefert macht Wollrode den verdienten Sieg schwer

Der erfolgreichste Schütze der TGR II: Fabian Schmitt gelangen acht Tore - er leistete sich aber auch viele Fehlversuche. Foto: Walger

Rotenburg. Im Gipfeltreffen der Handball-Bezirksoberliga musste sich die junge Mannschaft der TG Rotenburg II ihren cleveren Gäste vom TSV Wollrode mit 26:31 (11:14) geschlagen geben. Wer in die Großsporthalle Rotenburg gekommen. um dieses Spitzenspiel zu sehen, hatte die richtige Wahl getroffen. Es hielt alles, was es im Vorfeld versprochen hatte. Nach vielen Emotionen und hohem Einsatz auf beiden Seiten stand mit den cleveren Wollrödern am Ende ein verdienter Sieger jubelnd auf dem Parkett.

Zu Beginn merkte man beiden Mannschaften ihre große Nervosität und die Angst, Fehler zu begehen, an. Die Gäste befreiten sich zuerst davon und schlugen aus diesem Vorteil Kapital. Denn bis zur 27. Minute setzten sie sich auf 14:8 ab (27.). Zur Pause hatte das Team von Trainer Frank Hofmann den Rückstand allerdings schon wieder halbiert und die Vorentscheidung vertagt.

Der Beginn der zweiten Hälfte verlief allerdings gar nicht nach seinem Geschmack. Der Gast erarbeitete sich immer wieder Wurfchancen aus der Nahdistanz und schloss auf diese Weise seine Angriff schnell ab. Die TGR II dagegen musste sich ihre Treffer viel härter erkämpfen.