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Die TG Rotenburg hat beim TV Alsfeld einen überzeugenden Auswärtssieg gefeiert. Entscheidend war eine taktische Umstellung in der Defensive.
Alsfeld – Die Handballer der TG Rotenburg haben am Samstagabend in der Bezirksoberliga einen überzeugenden Auswärtsauftritt hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Tomislav Balic setzte sich beim TV Alsfeld mit 27:21 (13:11) durch und feierte damit im vierten Saisonspiel ihren zweiten Sieg.
„Ich bin sehr zufrieden. Das war unser bisher bestes Saisonspiel“, lobte Balic seine Mannschaft. „Wir wussten, dass es gegen Alsfeld, eine gute Mannschaft, schwer werden würde. Aber die Spieler haben alles umgesetzt und können mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein.“ Besonders die Abwehr habe überzeugt: „Das war von der gesamten Mannschaft unglaublich stark. Auch vorne hat es geklappt, und wir haben weniger technische Fehler gemacht. Es hat alles funktioniert – so, wie es sich ein Trainer wünscht. Wir hatten über die gesamte Spielzeit die Kontrolle. Das war die Belohnung für die harte Arbeit.“
Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Timon Groth mit neun Treffern und einer starken Leistung am Kreis sowie Rückraumspieler Lukas Günther heraus. „Im Zusammenspiel haben die beiden sehr viel umgesetzt“, erklärte Balic.
Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase und einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand (8.) übernahm die TGR beim 7:8 (20.) erstmals die Führung. Entscheidend war dabei die Umstellung von der defensiven 6:0- auf eine offensivere und aggressivere 5:1‑Deckung. „Dadurch hat sich das Spiel gedreht. Es hat viel besser funktioniert, und Alsfeld hat keine Lösungen mehr gefunden“, sagte Balic.
Die erfolgreiche Defensivarbeit verlieh dem Spiel der Rotenburger zunehmend Sicherheit. Bis zur Pause erspielten sich die Gäste eine Zwei-Tore-Führung und gingen mit 13:11 in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die TGR tonangebend. Mit einem starken Start in die zweite Hälfte baute sie ihren Vorsprung bis zum 17:12 in der 35. Minute auf fünf Tore aus. Neben der weiterhin stabilen Abwehr präsentierte sich Rotenburg auch im Angriff verbessert. Die Gäste agierten diszipliniert und ruhig und leisteten sich dadurch weniger technische Fehler. Lediglich bei den beiden zugesprochenen Siebenmetern fehlte die Konsequenz: Beide Strafwürfe blieben ungenutzt.
Über 22:14 (40.) und 26:20 (57.) ließ sich die TG Rotenburg den Erfolg jedoch nicht mehr nehmen und brachte den verdienten 27:21-Auswärtssieg souverän ins Ziel.
Tore Rotenburg: Groth 9, Cutura 6, N. Fischer, Reyer, Günther je 3, Bozoljac 2, Bussmann 1.
20.10.2026 - Alicia Kreth, HNA
Foto: © Stefan Kost-Siepl
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Die TG Rotenburg feiert im Kreisderby gegen Werra/Landeck den ersten Saisonsieg. Bester Werfer Simon Kleinwächter traf sieben Mal – und musste am Ende von Teamkollegen vom Feld getragen werden.

Im Anflug: Jonas Barzov von der HSG Werra/Landeck im Anflug auf das Rotenburger Tor. © Foto: Stefan Kost-Siepl
Rotenburg – Aufatmen bei der TG Rotenburg: Im Kreisderby der Handball-Bezirksoberliga Männer gelang der Mannschaft um Tomislav Balic und Simon Golkowski der erste Saisonsieg. Im Vergleich der beiden Mannschaften von der Fulda (Rotenburg) und der Werra (Werra/Landeck) gewannen die Rotenburger mit 37:32 (18:17).
Zum Schluss platzten fast die Trommelfelle, so laut war es in der Rotenburger Albert-Schweitzer-Halle. Fans, die nebeneinander saßen, konnten sich in der letzten Minute in normaler Zimmerlautstärke nicht mehr unterhalten. Das lag aber nicht nur allein am rhythmischen Klatschen der stehenden Fans, sondern auch an lauter, flotter Musik wie dem Bayerischen Defiliermarsch. Der tönte aus dem Lautsprecher, wenn mal wieder einer auf die Bank musste.
Auch die Stimme des Hallensprechers ertönte laut. Sie erinnerte an die eines Ansagers in einer Geisterbahn, wie sie auf der „Wies‘n“ in München oder auf Lolls in Bad Hersfeld zu finden sind. Jedes Mal, wenn ein Rotenburger einen Treffer gelandet hatte, ging seine Tonlage tief in den Keller. Es fehlte nur das Kettenrasseln und das freche Lachen der Gespenster. Eine kleine Spukgeschichte war bei diesem Sieg der TGR schon dabei. Denn so klar, wie das Ergebnis zum Schluss, war der Spielverlauf beileibe nicht.
Rotenburg führte zwar, aber der Vorsprung war trügerisch. Bis in die Schlussphase hinein war der Gast vom Werraufer ein stets ebenbürtiger Gegner. Viermal startete er eine fulminante Aufholjagd, schaffte es aber kein einziges Mal in diesem Derby vor 200 Zuschauern, die Führung zu übernehmen. „Lag aber auch daran, dass wir heute bei der Aufstellung improvisieren mussten“, bilanzierte Michael Drob. Der Trainer zählt auf: Jakob Schäfer – verletzt, Leon Munk – im Urlaub und Ingo Breitbarth war privat verhindert. Drob war trotzdem überzeugt, dass für sein Team mehr möglich gewesen wäre: „Wir haben es nicht geschafft, die Führung zu übernehmen.“
Jonas Barzov war bei den Aufholjagden einer der Motoren. Aber der Werra-Landecker Rückraumspieler bezog sich selbst mit in die Kritik ein. So abschlussicher sei auch er nicht gewesen, um der Partie eine Wende zu geben. „Wir haben schon zu Beginn beim 3:3 gleich drei freie Würfe vergeben. Wenn wir da vorn gelegen hätten, hätten wir die Marschroute bestimmen können“, sagte Barzov.
Mit Tomislav Balic hat einer der erfahrensten Spieler aus dem vergangenen Jahrzehnt bei der TGR das Ruder übernommen. „Wir haben zu viele technische Fehler gehabt“, sagte der TGR‑Coach. „Sonst hätten wir sicherlich höher gewinnen müssen. Aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“ Stark bei den Rotenburgern: die Talente, wie Max Bussmann oder Simon Kleinwächter, der insgesamt sieben Tore warf. Kleinwächters Pech: In der zweiten Hälfte knickte er um und musste zum Schluss von seinen Teamkollegen vom Platz getragen werden. Rotenburg musste überdies in Hälfte eins eine umstrittene Rote Karte gegen Maurice Reyer hinnehmen. Damit fehlte einer der ruhenden Pole im Angriff und in der Abwehr.
Rotenburg: Wenderoth, Olbricht, Brandau - N. Fischer 8, Bläschke, Groth 4, Krapf 2, Reyer 4, Bozoljac 1, Kesten, Putivtsev 2, Kleinwächter 7, Kaiser, Günther 7, Bussmann 2, J. Fischer
Werra-Landeck: Lusky, Gruner - Krause 8, Danz, Lotz 2, Barzov 6, Wolf 4, Braunschweig 2, Werner 2, Petzold 4, Klein, Keil 3, von Manger 1
28.09.2026 - Hartmut Wenzel, HNA
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Erstes Heimspiel, erster Sieg: Die Handballerinnen der TG Rotenburg haben die erhoffte Reaktion auf die Derbypleite bei der HSG Waldhessen gezeigt und am Samstag ihr erstes Heimspiel der Bezirksoberliga-Saison mit 31:25 (16:14) gegen den TV Jahn Neuhof gewonnen. "Wir haben eine gute Reaktion gezeigt auf das erste Debakel in Bebra. Wir waren in allen Mannschaftsteilen verbessert, der Ballfluss war viel besser", resümierte Sebastian Jaschinski. Die mannschaftliche Geschlossenheit hätte sich dabei sowohl in der Deckung als auch im Angriff gezeigt. Auch den kurzfristigen Ausfall von Zoe Frömel, die aus gesundheitlichen Gründen passen musste, steckte die TGR insgesamt gut weg.
Nach verunsichertem Beginn fanden die Gastgeberinnen, die in der zehnten Minute mit 4:8 im Hintertreffen lagen, zunehmend besser in die Partie und kämpften sich Stück für Stück wieder heran. Alina Hollstein gelang in der 22. Minute schließlich der Ausgleich zum 12:12. Wenig später ging ihr Team, in dem Marie Schaar auf der Rückraum-Mitte-Position einen sehr guten Eindruck hinterließ, mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel ließ Rotenburg keine Zweifel mehr daran aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Erst zogen die Fuldastädterinnen, die Neuhofs Leistungsträgerinnen Leonie Brunner und Antonia Kulla zunehmend besser unter Kontrolle brachten, bis zum 20:16 (34.) auf vier Tore davon. Zwölf Minuten später, beim 25:18, betrug ihr Vorsprung dann sieben Treffer. Auch für die taktische Umstellung der Gäste auf eine 5:1 Abwehr fand die TGR die richtigen Lösungen. Dabei lobte Jaschinski das Verhalten von Kreisläuferin Inken Niebuhr, die gute Situationen für ihre Mannschaft herausarbeitete.
Am Ende stand ein verdienter 31:25-Erfolg für die TG Rotenburg zu Buche, die ein gutes Tempospiel aufzog, eine gute Spielanlage zeigte und trotz einiger angeschlagener Spielerinnen mehr Körner als die Gäste im Tank hatte. Als Lohn gab es für die Mannschaft eine Woche trainingsfrei, zumal das nächste Ligaspiel der Rotenburgerinnen erst auf den 24. Oktober terminiert ist. Dann gastiert das Team beim TV Alsfeld.
Rotenburg: Waffenschmidt, Birkel - Grützmacher 6, Mäusgeier 1, Hollstein 6, L. Schaar 6, Brand 1/1, M. Schaar 4, Knotz 1, Wager, Grunwald 2, Niebuhr 4
Neuhof: Waßmuth, Brunner 7/1, Benkner 4, Heil 2, Haas, Heil 3, Rösler, Koch, Maxand 4, Kulla 5
28.09.2026 - Alicia Kreth, HNA
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Die TG Rotenburg empfängt die HSG Werra/Landeck zum Bezirksoberliga-Derby. Nicht für alle Spieler haben Nachbarschaftsduelle einen besonderen Wert.

Derbys haben keine Sonderstellung: Tom Balk (Mitte) tritt sein zweites Seniorenjahr bei der TG Rotenburg an. © Kost-Siepl, Stefan
Derbys sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – zumindest lässt so manches Gespräch mit jungen Spielern darauf schließen. Gibt es unter Sportlern wirklich eine unterschiedliche Haltung zur Bedeutung von Nachbarschaftsduellen? Vor dem Bezirksoberliga-Derby mit der HSG Werra/Landeck am Samstag um 17.30 Uhr in der Großsporthalle haben wir uns bei den Handballern der TG Rotenburg umgehört.
Co-Trainer Simon Golkowski hat auf dem Feld schon so einige Begegnungen mit den Nachbarn von Werra/Landeck und auch Hersfeld erlebt. „Das ist immer ein heißes Eisen“, sagt der 37-Jährige, der bis 2024 selbst zum Rotenburger A-Kader gehörte und den Posten an der Seite von Tomislav Balic zur laufenden Saison übernommen hat. „Da muss man schauen, dass man die Emotionen im Griff hat.“
Ob Derbys nach wie vor einen besonderen Stellenwert haben? „Ich denke schon“, sagt Golkowski. Er muss es wissen: Am vergangenen Wochenende stand er mit dem Rotenburger Reserveteam der HSG Waldhessen gegenüber. „Da hat man schon gemerkt, dass in der Halle etwas anderes in der Luft lag.“ Wichtig sei in solchen Begegnungen, „gut reinzufinden und seine eigenen Stärken abzurufen“. „Dann muss man vor keinem Gegner Angst haben“, weiß Golkowski.
Nachwuchs legt weniger Wert auf Derbys
Eine andere Ansicht vertritt Tom Balk. Der 19-Jährige schaffte in der vergangenen Saison den Sprung aus der Jugend in den Seniorenbereich und hat nun sein zweites Jahr im A-Kader angetreten. „Für uns Jüngere spielen Derbys gar keine so große Rolle“, sagt der Linksaußen. „Die meisten kennen sich und spielen schon seit Jahren gegeneinander. Wir wollen einfach unseren Spaß haben und zwei Punkte holen.“
Die bislang letzten zwei Derbys mit Werra/Landeck hat Balk selbst miterlebt. Beide entschied die TGR mit 29:25 und 40:25 deutlich für sich. „Es waren schöne Spiele mit guter Stimmung“, erinnert sich der 19-Jährige. Für ihn beinhalteten sie ein besonderes Aufeinandertreffen: In den Reihen der HSG steht mit Jonas Barzov nicht nur ein Ex-Rotenburger, sondern auch Balks ehemaliger Deutschlehrer. „Das ist schon cool, sowas hat man nicht oft“, sagt Balk, der am Samstag aus privaten Gründen jedoch nicht dabei sein wird.
Co-Trainer erwartet Teamleistung
Nach der Auftaktniederlage gegen den TSV Eintracht Böddiger und dem Unentschieden gegen die HSG Datterode/Röhrda/Sontra peilt die TG Rotenburg den ersten Sieg an. „Ich erwarte, dass wir eine geschlossene Teamleistung zeigen und jeder das abruft, was er kann“, sagt Golkowski. „Wir sind nicht so gestartet, wie wir es uns erhofft hatten. Gegen Datterode hätten wir auch verlieren können. Aber wir wissen, was wir können, und wollen das jetzt zeigen.“
Weil am selben Tag auch die Frauen in der Bezirksoberliga (siehe Bericht unten) und die zweite Männermannschaft in der Bezirksliga daheim antreten, erhofft sich Balk eine gute Stimmung als Rückenwind: „Im besten Fall gehen wir mit sechs Punkten raus.“
25.09.2026 - Lucca Günther, HNA
