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Die HSG Waldhessen unterliegt Rotenburg II zum Saisonauftakt deutlich mit 21:30. Torhüter Danny Klöpfel verhinderte mit zahlreichen Paraden eine noch höhere Niederlage.

Zu viel Platz gelassen: Rotenburgs Artur Mäusgeier (Mitte) nutzt eine Lücke in der Deckung der HSG Waldhessen zwischen Yannick Krapf (links) und Jan Seese. © Alicia Kreth

Bebra – Einen Saisonstart nach Maß erwischten die Handballer der HSG Waldhessen wahrlich nicht. In der Großsporthalle in Bebra musste sich die Mannschaft des Trainerduos Sigfried Arnold und Benjamin Hieronymus am Sonntagnachmittag im Derby der TG Rotenburg II deutlich mit 21:30 (9:16) geschlagen geben. Die Gäste feierten damit bereits ihren zweiten Saisonsieg und rückten auf Tabellenplatz zwei vor.

Schon nach vier Minuten stand die HSG mit dem Rücken zur Wand. 0:4 hieß es aus Sicht der Gastgeber. Sigfried Arnold reagierte früh und nahm eine Auszeit, doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Sechs Minuten später lagen die Waldhessen bereits mit 1:7 zurück.

Während die Angriffe der Gastgeber nur selten flüssig liefen, offenbarte die Abwehr immer wieder Lücken. Die TGR nutzte diese konsequent und baute ihren Vorsprung bis zur 18. Minute auf 12:7 aus. Immerhin stemmte sich der Absteiger gegen den weiteren Rückfall und sorgte dafür, dass die HSG in dieser Phase noch einigermaßen in Schlagdistanz blieb. Zehn Ballverluste der Waldhessen kamen jedoch hinzu, aus denen die Gäste mehrfach Kapital schlugen. Zur Pause war der Rückstand beim 9:16 bereits deutlich.

Auch nach dem Seitenwechsel fand Waldhessen keinen Zugriff auf die Partie. Die Gäste legten einen 4:0-Lauf hin und zogen auf 20:9 (34.) davon. Damit war die Begegnung praktisch entschieden. Eine kleine Ergebniskorrektur gelang den Vereinigten aus Bebra und Lispenhausen zwischen der 49. und 51. Minute. Mit drei Treffern in Folge verkürzten sie auf 17:27 (51.). Am souveränen Auftritt der Rotenburger Bezirksoberliga-Reserve, die selbst noch einige Chancen fahrlässig vergab, änderte dies allerdings nichts. Die Gäste standen weiterhin sicher in der Abwehr und ließen bis zur Schlusssirene nur noch wenig zu.

So stand am Ende ein klarer 30:21-Auswärtserfolg der TGR auf der Anzeigetafel. Dass die Niederlage für die HSG nicht noch deutlicher ausfiel, war auch Torhüter Danny Klöpfel zu verdanken. Mit zahlreichen Paraden verhinderte er weitere Gegentreffer. Trainer Benjamin Hieronymus brachte die Probleme nach der Partie auf den Punkt: „Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben einfach keine Lösungen gefunden.“

„Nach fünf Minuten war das Spiel bereits gegessen“, bilanzierte TGR-Spielertrainer Jan-Oliver Holl nach der Begegnung. Besonders mit der Defensivleistung seines Teams zeigte er sich zufrieden: „Unsere Abwehr war von einem anderen Stern. Jeder Spieler von uns war gut.“

Die Statistik zum Spiel

Waldhessen: Klöpfel (9 Paraden), Kepert – Langheld, Heesch 3/1, Mazur, Handke 2, Petker, Reiter 4, Heidel 2, Krapf 2, Jesse 2/1, Wehrum 1, Seese 5

Rotenburg II: Lammert (3 Paraden), Heimbuch (3 P.), Dick (4 P.) – Müller 1, Einhorn 8/1, Mäusgeier 1, Golkowski 8, Linhart 4, Schneider, Holl 2, Cutura 2, Kaiser 1, Kilian, J. Fischer 2, Claus 1, Kleinert

SR: Frank Lengemann (TSV Böddiger) – Z: 150

22.09.2026 - Burghardt Hauptmann, HNA

 

Die anderen sind schon gestartet, jetzt zieht die HSG Waldhessen nach. Zum Auftakt bekommt es der Handball-Bezirksligist der Männer am Sonntag im Derby um 15 Uhr mit der TG Rotenburg II zu tun. Der Auftakt in Zahlen.

4 Spielzeiten lang stand Bernd Stückradt als Trainer der Waldhessen an der Seitenlinie. Im Sommer wurde er von Benjamin Hieronymus und Sigfried Arnold abgelöst, die just ihre Spielerkarriere beendet hatten. "Wir sind ihm sehr dankbar für das Team, das er entwickelt und uns hinterlassen hat", lobt Arnold. "Den Jungs hat er Werte wie Disziplin und Mut vorgelebt. Sinngemäß meinte er zu ihnen: Wenn ich mit 70 noch hier stehen kann, erwarte ich von euch mindestens das Doppelte."

5 Tabellenränge kommen für die HSG als Endplatzierung infrage, zumindest, wenn es nach den Spielern geht. "Die Mannschaft hat sich das Ziel gesetzt, unter die ersten Fünf zu kommen", erklärt Arnold. Daran haben Hieronymus und er keinen direkten Anteil. Die Mannschaft habe das Ziel unter sich besprochen.

8 Tage liegen zwischen dem Saisonstart der Bezirksliga und dem ersten Spiel der HSG. "Für uns wäre es besser gewesen, schon ein Spiel gemacht zu haben. Dann wären wir im Rhythmus", sagt Arnold. Die Rotenburger haben bereits einen Heimsieg gegen die MSG Neuhof/Eichenzell hinter sich (36:27). "Im ersten Spiel ist die Aufregung oft größer. Um in einen Flow zu kommen, ist es deshalb besser, schon ein Spiel unter Wettkampfbedingungen gemacht zu haben. Da sehe ich für uns einen Vorteil", erklärt Co-Trainer Jan-Oliver Holl.

15 Minuten Autofahrt liegen zwischen den Heimathallen der beiden Kontrahenten. "Das sind schon immer besondere Spiele, weil man sich kennt und auch in der Freizeit trifft", sagt Holl. Amtskollege Arnold schlägt in dieselbe Kerbe: ""Jeder brennt darauf, zu spielen. Bei Rotenburg weiß man nur nie, mit wem und wie vielen Leuten sie anreisen. Ich denke, dass am Sonntag viele dabei sein werden, weil sie Bock auf das Derby haben". 

17 Akteure gehören zum Kader von Waldhessen. Neu dabei sind Florian Jesse aus dem Rotenburger A-Kader sowie Daniel Pettka, Dennis Elsholz und Jan Wehrum, die nach einer Pause wieder in den Handballbetrieb eingestiegen sind. Zu den Abgängen zählt neben dem neuen Trainerduo auch Jan Olbricht, der Waldhessen in Richtung TG Rotenburg verlassen hat. Am Wochenende fehlt der HSG Tim Stückradt, der mit Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall mindestens sechs bis acht Wochen ausfällt. Rotenburg muss aus privaten Gründen auf Spielertrainer Sascha Köhler verzichten.

16.09.2026 - Lucca Günther, HNA

 

In bestechender Form: Lukas Günther (links) lässt sich auch von Oliver Danz nicht aufhalten. Foto: Stefan Kost-Siepl

In bestechender Form: Lukas Günther (links) lässt sich auch von Oliver Danz nicht aufhalten. Foto: Stefan Kost-Siepl

HSG Werra WHO - TG Rotenburg II 27:27 (14:13). Die Gäste starteten mit mäßigem Tempo, erspielten sich bis zur 10. Minute in diesem hoch spannenden Kreisderby aber eine Führung – 3:5. Diese arbeitete Lukas Günther heraus, den seine ehemaligen Kollegen zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekamen. Nachdem die HSG beim 6:5 (14.) wieder die Führung übernommen hatte, sah Steffen Kleinert nach einem Foul früh die Rote Karte – zu Unrecht wie Rotenburgs Trainer befand. „Das war einfach zu hart“, sagte Reinicke.