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Genau Maß genommen: Marina Weyrauther erzielt hier einen ihrer drei Treffer für die FSG Waldhessen. Foto: Walger

Rotenburg. Die Talfahrt ging weiter. Gegen den TSV Vellmar blieben die Landesliga-Handballerinnen aus Rotenburg und Bebra auch im fünften Spiel hintereinander sieglos.

Der sehr starke Gast aus Vellmar dominierte über weite Strecken und gewann mit 30:24 (16:12). Bei der ohnehin dezimierten FSG verletzte sich in der ersten Minute auch noch Nadine Sandrock. Zum Glück konnte sie später wieder ins Geschehen eingreifen, doch ihre Kolleginnen wirkten zunächst geschockt. Mit drei technischen Fehlern luden sie den TSV Vellmar förmlich dazu ein, bis zur vierten Minute auf 0:3 davonzuziehen.

Allerdings stellte Anette Richter bald den 4:5-Anschluss her (11.). Der hielt jedoch nicht lange. Gravierende Patzer im Angriff ließen die Gastgeberinnen auf 5:10 zurückfallen (18.). Frisch, befreit, überlegen - so spielte dagegen das Team von TSV-Tainer Andreas Paul auf.

Engagiert an der Seitenlinie: Jonggi Pasaribu, Trainer der FSG Waldhessen. Foto: Walger

Engagiert an der Seitenlinie: Jonggi Pasaribu, Trainer der FSG Waldhessen. Foto: Walger

Rotenburg. Jonggi Pasaribu, Trainer des Frauenhandball-Landesligisten FSG Waldhessen, will ausgerechnet gegen den starken Mitaufsteiger aus Vellmar am Samstag ab 15.30 Uhr die Negativserie der vergangenen Wochen stoppen.

Im HNA-Interview analysiert er, warum die Erfolge in den vergangenen Wochen ausblieben.

Herr Pasaribu, nach vier Niederlagen in Folge scheint ihre Mannschaft im Abstiegskampf der Liga angekommen zu sein. Reicht es momentan nicht für das Mittelfeld? Pasaribu: Die Antwort ist ganz einfach: ja. In der entscheidenden Phase eines Spiels reicht es momentan nicht. Wir sollten uns mehr an unserem Saisonziel, dem Klassenerhalt, orientieren.

Ist der Kader für die neue Spielklasse zu dünn besetzt? Pasaribu: Das denke ich nicht. Unser Problem ist, dass unsere erste Besetzung zu viele Einsatzzeiten hat und nicht die Verschnaufpausen bekommt, die sie benötigt. Ich denke, dass diese Entwicklung, dass andere Spielerinnen mit in die Bresche springen müssen, zu unserem Lernprozess gehört.

Was haben Sie in dieser Woche unternommen, um die Mannschaft wieder aufzurichten? Pasaribu: Ich denke, das muss ich nicht. Wir haben die richtigen Dinge im Training angesprochen und werden die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Ärgerlich: Kurz vor Spielschluss verletzte sich FSG-Torfrau Laura Weidemann schwer. Das passte ins Bild des insgesamt unerfreulichen Auftritts der Waldhessinnen in Eschwege. Foto: Walger

Ärgerlich: Kurz vor Spielschluss verletzte sich FSG-Torfrau Laura Weidemann schwer. Das passte ins Bild des insgesamt unerfreulichen Auftritts der Waldhessinnen in Eschwege. Foto: Walger

Eschwege. 20 Minuten stark, 40 Minuten schwach - da ist es kein Wunder, dass die Landesliga-Handballerinnen von FSG-Trainer Jonggi Pasaribu in Eschwege leer ausgingen. Mit einer enttäuschenden 22:29 (11:13)-Auswärtsniederlage beim Eschweger TSV im Gepäck mussten die Gäste ihre Heimfahrt antreten.

Es war ein Spiel, in dem das Team von Coach Jonggi Passaribu abermals zwei Gesichter zeigte:

Das erste hatte ihm gefallen. In den ersten 20 Minuten warteten die Gäste mit intelligenten Spielzügen, mit bestens abgestimmten Pass- und Laufwegen auf. Zudem bewahrten sie stets die Ruhe und spielten ihre Angriffe konsequent bis zum Abschluss aus. Auch in der Abwehr kamen sie immer wieder zu leichten Ballgewinnen. Torerfolge waren die logische Folge. Nach 20 Minuten führte die FSG mit 8:6.

Nun stellten die Eschwegerinnen ihre Deckung um und agierten ein bisschen offensiver. Diese Variante schmeckte der FSG überhaupt nicht. Prompt war nun ihr zweites Gesicht zu sehen.