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Er weiß, dass seine Jungs am Samstag beim Tabellenzweiten Ost-/Mosheim vor einer ganz hohen Hürde stehen: TG Rotenburgs Trainer Robert Nolte. Foto: Walger

Handball: TGR-Coach Robert Nolte vor dem Auftritt beim Zweiten im HNA-Interview

Rotenburg. Vom Heimsieg über Tabellenführer Alsfeld werden die Handballer der TG Rotenburg noch eine ganze Weile schwärmen. Doch unter möglicherweise erschwerten personellen Bedingungen dürfte das Auswärtsspiel beim Landesliga-Zweiten TSV Ost-/Mosheim morgen um 19.30 Uhr eine wohl noch größere Herausforderung darstellen. TGR-Coach Robert Nolte gibt sich da jedenfalls keinen Illusionen hin.

Herr Nolte, auch Sie haben sich nach dem Krimi gegen Alsfeld von der allgemeinen Euphorie mitreißen lassen. Ist Ihr Blutdruck wieder normal? Robert Nolte: Der ist unverändert gut. Natürlich ist das ein Spiel gewesen, an das man sich noch länger erinnern wird. Doch jetzt steht ja schon das nächste schwere, schwere Auswärtsspiel an. Da müssen wir uns wieder schnellstmöglich konzentrieren.

Muss Ihre Mannschaft erst wieder geerdet werden, damit auf Glückseligkeit nicht gleich die große Ernüchterung folgt? Nolte: Die Freude überwiegt, aber abheben wird keiner. Wir müssen uns sowieso in jedem Spiel die Punkte hart erarbeiten. Und gerade auswärts haben wir auch schon ganz andere Ergebnisse abgeliefert. Das hängt natürlich auch mit der Zusammenstellung des Kaders zusammen.

Fast jedes Tor musste hart erarbeitet werden: Hier hat sich Rotenburgs Philipp Debus am Kreis durchgewühlt und kommt auch erfolgreich zum Abschluss. Foto: Walger

Im entscheidenden Moment war selbst Rotenburgs Dauerrenner Simon Golkowski zu einem letzten Kraftakt fähig.

Rotenburg. „So ein Spiel haben unsere Zuschauer mal gebraucht", sagte Daniel Holl mit strahlendem Lächeln. So ein Spiel wie das am Samstag gegen den TV Alsfeld hatten die Anhänger des Handball-Landesligisten TG Rotenburg tatsächlich schon lange nicht mehr gesehen. Dieser mitreißende Kraftakt, beendet durch Simon Golkowskis 23:22-Siegtreffer in der letzten Sekunde, taugt tatsächlich dazu, Mannschaft und Anhang einander noch ein Stück näherzubringen.

Sieht aus wie nach einer Karambolage, ist aber die pure Freude: Die Plätze in der untersten Reihe der TGR-Traube besetzen (von links) Boze Balic, Last-Second-Torschütze Simon Golkowski, Sebastian Krause, Jan-Oliver Holl und Jonas Troch. Foto: Walger

Sieht aus wie nach einer Karambolage, ist aber die pure Freude: Die Plätze in der untersten Reihe der TGR-Traube besetzen (von links) Boze Balic, Last-Second-Torschütze Simon Golkowski, Sebastian Krause, Jan-Oliver Holl und Jonas Troch. Foto: Walger

Drei Sekunden, die ewig dauern: Simon Golkowski sichert der TG Rotenburg den 23:22-Sieg über Spitzenreiter TV Alsfeld.

Sieht aus wie nach einer Karambolage, ist aber die pure Freude: Die Plätze in der untersten Reihe der TGR-Traube besetzen (von links) Boze Balic, Last-Second-Torschütze Simon Golkowski, Sebastian Krause, Jan-Oliver Holl und Jonas Troch. Foto: Walger

Rotenburg. Es war der helle Wahnsinn, ein Handball-Krimi, der die Nerven bis zur allerletzten Zehntelsekunde kitzelte. In einem packenden Spiel hat die TG Rotenburg dem bis dato verlustpunktfreien Landesliga-Tabellenfrüher TV Alsfeld mit 23:22 (14:13) die erste Niederlage beigebracht. Dabei hatte es ein paar Momente zuvor so ausgesehen, als würden die Gastgeber völlig leer ausgehen.

Ab Mitte der ersten Halbzeit hatten die Rotenburger stets knapp in Führung gelegen. Doch als der bundesligaerfahrene Michael Stock in der vorletzten Minute zum 21:22 trifft, liegt plötzlich wieder der Favorit vorne. Daniel Holl antwortet postwendend mit dem so wichtigen Ausgleich.