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Wird im Angriff gebraucht: Maurice Reyer (links), der sich in dieser Szene gegen Körles Dennis Schlüter durchsetzt.© Alicia Kreth

Wird im Angriff gebraucht: Maurice Reyer (links), der sich in dieser Szene gegen Körles Dennis Schlüter durchsetzt.© Alicia Kreth

TV Hersfeld gegen TG Rotenburg: 200 Zuschauer sind für das Kreisderby der Handball-Landesliga Männer am Samstag in der Bad Hersfelder Geistalhalle um 18.30 Uhr zugelassen.

Bad Hersfeld. Das letzte Spiel des Jahres 2021 in der Geisthalhalle in Bad Hersfeld ist auch gleichzeitig eines der interessantesten. Nicht nur die Hersfelder haben arge personelle Probleme, auch der Gast aus Rotenburg ist in einer äußerst prekären Situation.

„Ich war lange nicht mehr so entspannt vor einem Derby, ich weiß gar nicht wo ich anfangen und aufhören soll“, sagt TG-Trainer Robert Nolte. Denn im Prinzip habe sein Team nichts zu verlieren. Und der Coach zählt auf, wenn er alles nicht einsetzen kann: Phillip Hartung verletzte sich am Dienstag im Training, Niklas Fischer fiel erkältet aus, Jan-Oliver Holl schlägt sich mit einem Magen-Darm-Infekt herum und auch Martin Harbusch ist noch krankgeschrieben. „Sie alle haben nicht trainiert“, sagt Nolte, der deshalb noch auf der Suche nach der Derbystimmung ist.

Robert Nolte. Archiv-Foto: HNA

Robert Nolte. Archiv-Foto: HNA

Rotenburg. Der Unterschied war dann doch zu deutlich: Gegen Primus Körle/Guxhagen war für die Handballer der TG Rotenburg nichts zu holen, die ihr Heimspiel am Samstagabend klar mit 19:27 (9:13) abgegeben mussten und weiter bei einem Saisonsieg nach nun fünf Spielen in der Landesliga stehen.

„Das ist schon das zurzeit Beste, was es in der Landesliga gibt“, musste Rotenburgs Trainer Robert Nolte die Klasse des Gastes anerkennen, der mit Eugen Gisbrecht (elf Treffer) den „wahrscheinlich mit Abstand besten Mittelmann“, in seinen Reihen hat. Bei der TGR hingegen war Umbauen angesagt, weil mit Martin Harbusch und Luca Hagemann wichtige Akteure ausfielen, „das hat Phillip Hartung richtig gut gemacht“, lobte Nolte.

In Hälfte eins präsentierte sich Rotenburg diszipliniert und stand gut, die Anfangsphase war offen, nach zehn Minuten stand es 3:3. Dann zog Körle/Guxhagen etwas davon, die TGR ließ aber nicht locker und bot Paroli. In Hälfte zwei dann ging den Hausherren allerdings etwas die Kraft aus, Maurice Reyer musste nach langer Verletzungspause erstmals durchspielen und die verworfenen Bälle sowie technische Fehler häuften sich. „Wir nehmen auch viel Positives mit“, unterstrich Nolte, der aber auch froh ist, wenn nach dem Derby kommende Woche in Hersfeld erstmal pause ist. „2G, geimpft oder ungeimpft, das ist schon alles eine ziemliche Farce“.

TG Rotenburg: Dick, Cutura, Fischer (1), Groth, Hagemann (1), Günther (5/4), Golkowski, Reyer (1/1), Drazen, Schuhmann (5), Holl (4), Hartung (2)

Quelle: osthessen-zeitung.de

Ein großer Kampf kommt am Samstag auf die Handballer der TG Rotenburg um Jan-Oliver Holl (vorn) zu, der sich hier gegen Wollrodes Finn Schulze durchsetzt.© Alicia Kreth

Ein großer Kampf kommt am Samstag auf die Handballer der TG Rotenburg um Jan-Oliver Holl (vorn) zu, der sich hier gegen Wollrodes Finn Schulze durchsetzt.© Alicia Kreth

Die Handballer der TG Rotenburg empfangen am Samstag, 17.30 Uhr, in der Großsporthalle in Rotenburg den Tabellenführer der Landesliga Nord, Gruppe 2, die MSG Körle/Guxhagen zum letzten Heimspiel des Jahres.

Rotenburg - Doch die Aufgabe für das Team von Trainer Robert Nolte ist alles andere als leicht. Die Gäste, die mit vier Siegen aus vier Spielen gegen Wollrode, Wanfried, Hersfeld und Hünfeld starteten, wollen ihre weiße Weste wahren, müssen jedoch nach einer trainingsfreien Woche und dem Spielausfall in Eschwege, es gab einen positiven Coronafall im MSG-Kader, erst wieder in den Rhythmus finden. Und dennoch ist TGR-Coach von der Qualität der Gäste überzeugt: „Das ist mit das Beste in unserer Gruppe, das haben die bisherigen Ergebnisse gezeigt“, weiß Nolte, der unter anderem Leistungsträger Eugen Gisbrecht hervorhebt. „Sehr ambitioniert haben sie vor der Saison ihre Ziele ausgegeben.“