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Erneut bester Rotenburger Werfer: Moritz Gerlach. Archivfoto: Gerlach/nh

Rotenburg. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg haben trotz widriger personeller Umstände mit einem 31:29 (15:16)-Auswärtssieg bei der HSG Fuldatal/Wolfsanger die Tabellenspitze verteidigt.

Die TGR bleibt damit weiterhin das einzige Team der Liga ohne Verlustpunkte. „Darauf können wir echt stolz sein“, freute sich Trainer Uwe Mäusgeier.

Das Team des Trainerduos Uwe Mäusgeier und Robert Nolte war mit nur elf Spielern angetreten und musste dann auch noch ab der 22. Minute auf Christian Eimer verzichten. Er hatte für ein unglückliches Foul die Rote Karte gesehen. Als sich dann in Hälfte zwei auch noch Daniel Holl bei einem groben Foulspiel eines HSG-Spielers am Wurfarm verletzte, saß zeitweise nur noch ein einsatzbereiter Feldspieler auf der Bank. Deswegen biss Holl auf die Zähne und stand in der Schlussphase wieder auf dem Parkett.

Organisiert die Defensive der TGR: Tomislav Balic. Foto: Walger

Rotenburg. Als verlustpunktfreier Klassenprimus treten die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg  am Sonntag ab 18 Uhr bei der HSG Fuldatal-Wolfsanger an. Der gegnerische Aufsteiger hat am vergangenen Wochenende erstmals mächtig für Aufsehen gesorgt.

Noch habe er sich die Tabelle nicht übers Bett gehängt, versichert TGR-Coach Robert Nolte augenzwinkernd. Im Ernst: „Nach drei von 26 Spielen versteht wohl jeder, was Sache ist. Die Klasse wird meiner Ansicht nach oben wie unten lange sehr eng zusammenbleiben, und es werden sich noch Teams im Abstiegskampf wiederfinden, die damit überhaupt nicht rechnen.“

Allerdings ist der frühzeitige Platz an der Sonne ein Beleg dafür, dass sich die Rotenburger handballerisch weiterentwickelt haben. Etwa die Abstimmung der Deckung scheint den Akteuren jetzt besser in Fleisch und Blut übergegangen zu sein. Im Angriff zahlt es sich aus, dass das Trainergespann Robert Nolte/Uwe Mäusgeier eher darauf setzt, Bekanntes zu optimieren, anstatt ständig neue Varianten einzuüben.

In der zweiten Hälfte bewies die Abwehr der TGR II Stabilität: Hier stellen sich Fabian Schmitt (links) und Jonas Troch dem Gegner in den Weg. Foto: Walger

In der zweiten Hälfte bewies die Abwehr der TGR II Stabilität: Hier stellen sich Fabian Schmitt (links) und Jonas Troch dem Gegner in den Weg. Foto: Walger

Handball-Bezirksoberliga: Rotenburger müssen sich gegen Topteams steigern

TG Rotenburg II - SG Hainzell/Großenlüder II 29:22 (14:14). In der ersten Halbzeit konnten beide Teams keine Leckerbissen servieren. Die TGR II verstand es nicht, ihre handballerische Überlegenheit in eine Führung umzumünzen. Im Gegenteil. Fast die kompletten ersten 30 Minuten lief sie einem Rückstand hinterher. Zu viele Patzer und zu viele ausgelassene Chancen ließen einen technisch limitierten Gegner auf Tuchfühlung bleiben.

In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Rotenburger. In der Deckung stabiler und im Angriff intelligenter auf eine Lücke zum Wurf wartend, zogen sie dann doch noch Tor um Tor davon. „Das war heute ein sehr schlechtes Spiel von uns. Ich bin froh, dass wir uns selber herausziehen konnten und am Ende verdient gewonnen haben. Es bleibt dabei. Die Einwechslung von Torwart Jan Schuster in der zweiten Halbzeit war Gold wert,“ bilanziert ein sichtlich angespannter TGR-Trainer nach dem Spiel.

Sie leistete nach Kräften Widerstand: Anette Richter (blaues Trikot) nahm es auch mit drei Fritzlarerinnen auf. Am Ende hatte die Rückraumschützin der FSG Wladhessen neun Tore auf ihrem persönlichen Konto stehen. Foto: Walger

Sie leistete nach Kräften Widerstand: Anette Richter (blaues Trikot) nahm es auch mit drei Fritzlarerinnen auf. Am Ende hatte die Rückraumschützin der FSG Wladhessen neun Tore auf ihrem persönlichen Konto stehen. Foto: Walger

Frauen Landesliga-Nord: FSG Waldhessen ist chancenlos beim 22:31 gegen stark aufspielende Fritzlarerinnen

Rotenburg. Die personell auf Kante genähten Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen verkauften sich vor eigener Kulisse gegen das Spitzenteam des SV Germania Fritzlar II anständig. Doch dieser Gegner war beim 22:31 (7:13) einfach eine Nummer zu groß.

Mit den ersten beiden Treffern der Partie gab der Favorit sogleich die Richtung vor. Diese Führung konnten die Gastgeberinnen bis zur siebten Minute zwar ausgleichen, doch danach ließ sich der druckvoll agierende Kontrahent die Zügel nicht mehr aus der Hand nehmen. Die frühe Vorentscheidung fiel, als den Gästen bis zum 11:5 (22.) vier Treffer in Folge gelungen waren. Dabei demonstrierten sie ihr gekonntes Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis genauso wie Konterqualitäten.

„Auch wenn die Anzahl unserer Gegentore das nicht unbedingt hergibt, haben wir in der 6:0-Deckung heute wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Fritzlar hat es aber auch einfach stark gespielt“, zollte FSG-Coach Jonggi Pasaribu der toll besetzten Reserve den angemessenen Respekt.