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Wegen Rückenproblemen ausgefallen: Anna-Lena Geyer. Archivfoto: Walger

Homberg. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen müssen den Titelgewinn nach ihrem 22:22 (11:11)-Unentschieden am Sonntag beim Homberger HC abschreiben. Doch das war am Ende egal. Die Gäste begannen in Abwehr und Angriff äußerst konzentriert und lagen nach zehn Minuten verdient mit 4:0 vorn. Doch für ein Preisschießen war Homberg eindeutig der falsche Gegner.

Hinterlaufen

Immer wieder trat eine Akteurin des Tabellenzweiten in der Folgezeit völlig unnötig aus dem 6:0-Abwehrverband heraus und wurde von der bärenstarken Kreisspielerin Lorena Lorenz hinterlaufen. So fiel innerhalb kürzester Zeit Gegentor auf Gegentor zum 5:5-Gleichstand (15.). Bis zur Pause blieb es dann ein offener Schlagabtausch.

Sie bekam ein Sonderlob ihres Trainers: FSG Waldhessens Kreisläuferin Inken Niebuhr. Foto: Walger

Die FSG Waldhessen bleibt in der Erfolgsspur. Eine Woche, nachdem der Aufstieg perfekt gemacht wurde, gelang nun ein 21:18 (14:8)-Heimsieg über eine nie verzagende FSG Ost-/Mosheim/Malsfeld.

FSG Waldhessen - FSG Ost-/Mosheim/Malsfeld 21:18 (14:8). In den ersten knapp 20 Minuten entwickelte sich bis zum 7:6 ein völlig ausgeglichenes Spiel. Bis dahin hatten die Gäste vor allem über ihre Spielmacherin Sandra Klapdor viel Gefahr ausgestrahlt. Immer wieder nutzte sie geschickt die Sperren ihrer Kreisläuferin, um sich zum Tor durchzutanken.

Erst danach bekam der Favorit Oberwasser und setzte sich zur Pause schon einigermaßen komfortabel ab. „Dass wir die zweite Halbzeit dann mit drei Toren verloren haben, lag in erster Linie an mir. Kein Vorwurf an die Mädels“, gab FSG-Trainer Jonggi Pasaribu unumwunden zu. Denn er nutzte die Gelegenheit zu zahlreichen Experimenten, wechselte viel und bot Spielerinnen auf ungewohnten Positionen auf.

Den verdienten Applaus abgeholt: Die Spielerinnen der FSG Waldhessen ließen sich von ihrem Anhang als frischgebackener Landesliga-Aufsteiger feiern. Mittendrin Anette Richter (Nummer 10), die schon den tiefen Fall aus der Oberliga miterlebt hat. Foto: Walger

Den verdienten Applaus abgeholt: Die Spielerinnen der FSG Waldhessen ließen sich von ihrem Anhang als frischgebackener Landesliga-Aufsteiger feiern. Mittendrin Anette Richter (Nummer 10), die schon den tiefen Fall aus der Oberliga miterlebt hat. Foto: Walger

Obersuhl. Der ersehnte Sieg der Handballerinnen der FSG Waldhessen und damit der Aufstieg in die Landesliga stand in den letzten 20 Minuten des Derbys bei der HSG Werra WHO schon so gut wie fest. Doch erst mit dem Schlusssignal entlud sich die Freude bei den Gästen.

Sie stürmten übers Spielfeld, bildeten immer neue kleine Jubeltrauben. Geschafft! Eine Saison, die zwischendurch eine verkorkste zu werden drohte, hat ein vorzeitiges Happy End gefunden. Das setzte Gefühle frei. Vor allem bei einer Spielerin. Bei Anette Richter. Nach dem Triumph an alter Wirkungsstätte packte sie gleich die doppelte Becker-Faust aus und strahlte mit dem gleißenden Deckenlicht um die Wette.

Dazu hatte sie gleich mehrere Gründe. Denn es liegt nicht nur eine lange Zwangspause wegen Verletzung hinter ihr - sie ist auch die einzige Spielerin im Team, die bei der turbulenten Berg- und Talfahrt der FSG Rotenburg/Bebra, der Vorgänger-Spielgemeinschaft, mit an Bord war.