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So frei zum Wurf wie in dieser Szene würde Philipp Debus gegen die Hünfelder gerne wieder kommen: Doch der Gegner gilt als sehr heimstark und dürfte Revanche für die klare Vorrundenniederlage anstreben. Foto: Walger

Handball-Landesliga: TG Rotenburg will Aufgabe beim Hünfelder SV sehr konzentriert angehen

Rotenburg. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg wollen morgen um 17 Uhr beim Hünfelder SV endlich einmal wieder auswärts punkten. Dabei ist die ausgeprägte Heimstärke des Gegners jedoch nicht die einzige Unwägbarkeit.

Zwei souveräne Erfolge vor eigener Kulisse und keine größeren Personalsorgen in Spiel und Training - kein Wunder, dass die Gäste nach überstandener Durststrecke mit sich und der Handballwelt wieder im Reinen sind. Doch während der Kader auch morgen wieder gut besetzt sein sollte, fehlen zwei Stützen auf der Bank. Robert Nolte ist privat verhindert, während sich sein Trainerkollege Uwe Mäusgeier dieser Tage einer Operation unterziehen musste. Wer diese Vakanz in Hünfeld ausfüllen und taktisch den Ton angeben wird, entscheidet sich auf den letzten Drücker.

Rotenburg. Die Landesliga-Handballer der TGR haben einen Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt gesetzt. Sie lieferten mit dem 41:28 (20:10)-Erfolg über die nun etwas stärker abstiegsgefährdete HSG Zwehren/Kassel einen weiteren eindrucksvollen Nachweis ihrer Heimstärke ab.

Kontertore prägten das Spiel: Hier ist TG Rotenburgs Rechtsaußen Marcus Einhorn gerade auf dem Weg, einen Tempogegenstoß erfolgreich abzuschließen.

Im ersten Aufeinandertreffen, das die Kasseler knapp gewonnen hatten, waren sie mit 6:0 in Führung gegangen. Diesmal drehte die TGR den Spieß um und lag nach einem blitzsauberen Start in der neunten Minute ihrerseits mit 5:0 vorne. Genau so hatte sich das Rotenburger Trainergespann Uwe Mäusgeier/Robert Nolte das im Idealfall vorgestellt.

Daran erinnern sie sich gern: Jan-Uwe Berz von der TGR im Zweikampf mit dem Hersfelder Lars Keller. Der 33:16-Sieg der Rotenburger war ein echtes Husarenstück.

Rotenburg. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen die HSG Zwehren/Kassel am Samstag ab 17.30 Uhr drängt sich bei den Landesliga-Handballern der TG Rotenburg ein Vergleich zum Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt auf.

Während die als „launische Diva vom Main" verschrieene Eintracht dieses Image in den vergangenen Jahren merklich korrigiert hat, scheint die TGR sich zur eben solchen von der Fulda zu entwickeln. Was hat die Mannschaft des Trainergespanns Robert Nolte und Uwe Mäusgeier in dieser Saison nicht schon für Husarenstücke abgeliefert - genauso wie bittere Enttäuschungen. Der unglaubliche 33:16-Erfolg über den TV Hersfeld schlägt ein neues Kapitel dieser Achterbahnfahrt auf. Seither ist Rotenburg spielfrei gewesen, während sich der Kreisnachbar mit einem Erfolg über Tabellenführer SVH Kassel postwendend rehabilitiert hat. Verrückte Landesliga!