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Muss wohl allein den Kasten hüten: Tomas Pankiewicz. Foto: Walger

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Rotenburg. Können die wankelmütigen Landesliga-Handballer der TG Rotenburg ihre dürftige Auswärtsbilanz am Sonntag ab 16 Uhr bei der abstiegsgefährdeten MSG Körle/Guxhagen ein wenig aufpolieren?

Wenn es stimmt, dass grundsätzlich der letzte Eindruck haften bleibt, dann braucht die Mannschaft des Rotenburger Trainergespanns Robert Nolte/Uwe Mäusgeier nur an die zweite Halbzeit der Vorwoche anzuknüpfen. Eine kämpferische und spielerische Topleistung wie nach der Pause gegen Ost-/Mosheim dürfte locker reichen, den Aufsteiger in die Schranken zu weisen. Eine blutleere Darbietung wie vor dem Seitenwechsel allerdings nicht.

Das war nicht der Tag der TGR, und schon gar nicht der ihres Kreisläufers Jan-Oliver Holl: Hier setzt er zum Heber an, der neben das Tor geht. Und in der 25. Minute sah er nach einem Foul an Nicolas Bachmann die Rote Karte. Foto: Walger

TGR wacht erst beim Stand von 2:12 auf

Rotenburg. Die Rotenburger Großsporthalle hat den Nimbus einer Festung, die kaum zu stürmen ist, spätestens am Samstag verloren. Nach der Heimniederlage gegen Spitzenreiter SVH Kassel unterlag die TG Rotenburg nach schwacher erster Hälfte auch dem TSV Ost-/Mosheim. 25:29 (9:19) lautet das Ergebnis gegen Gäste, die auch nicht zur Laufkundschaft, sondern zur Elite der Liga zählen.

TGR-Trainer Robert Nolte wurde in der Mannschaftsbesprechung nach dem Schlusspfiff ungewohnt laut. Was ihm und seinem Kollegen Uwe Mäusgeier nicht gefallen haben kann, waren die ersten 17 Minuten dieser Partie, die zu einem 2:12-Rückstand führten. „Es ärgert mich sehr, dass wir die so abgeschenkt haben. Wir hatten uns vorgenommen, aktiv zu verteidigen und rauszutreten. Da muss man mit viel Herz rangehen, aber nicht mit einer Einstellung, wie wir sie gezeigt haben.“

Jubelnde Indianer: Fehlt ihnen der Häuptling? In eigener Halle hat es die TGR immer wieder geschafft, als Kollektiv ohne echte Leitfigur die Gegner in Schach zu halten. Foto: Walger

Jubelnde Indianer: Fehlt ihnen der Häuptling? In eigener Halle hat es die TGR immer wieder geschafft, als Kollektiv ohne echte Leitfigur die Gegner in Schach zu halten. Foto: Walger

Rotenburg. Bestätigt sich der Trend dieser Saison, müssten sich die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg am Samstag ab 17.30 Uhr eigentlich wieder von ihrer Schokoladenseite zeigen. Denn gegen den TSV Ost-/Mosheim sind beide Voraussetzungen gegeben, unter denen die TGR gewöhnlich groß auftrumpft.

Doch blicken wir zunächst zurück auf den vergangenen Samstag. Der mag für Alsfelder Handball-Nostalgiker ein Fest gewesen sein - für die Gäste aus Rotenburg verlief er einfach nur ärgerlich. Um ihre Niederlage dort zu erklären, reicht die viel zitierte Auswärtsschwäche allein auch nicht aus.

In einem Sport, der seit Jahren verstärkt von Tempo und Athletik lebt, hat nämlich eine Rumpftruppe von unerschütterlichen Alsfelder Routiniers leichtfertige Rotenburger in der Blüte ihrer Leistungsfähigkeit bezwungen. Beim TVA sah sich mangels personeller Alternativen selbst der 47-jährige Trainer Liviu Pavel zum Durchspielen genötigt.