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Ihm gelangen sieben Treffer in Korbach: Doch auch Tomislav Balics Torhunger konnte die bittere Niederlage der TG Rotenburg nicht verhindern. Foto: Walger
Trüb wie das Novemberwetter draußen war am Samstagabend die Stimmung bei der TG Rotenburg in ihrer Kabine in der Korbacher Kreissporthalle. Denn die Mannschaft des Trainerduos Robert Nolte/Uwe Mäusgeier hat das Kellerderby beim TSV Korbach mit 25:27 (15:13) verloren. Sie musste nicht nur ihren Gastgeber in der Tabelle vorbeiziehen lassen, sondern ist auch noch auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.
Entscheidend dafür war die Schlussphase. In der 54. Minute hatte Philipp Hartung die TGR noch mit 23:21 in Führung gebracht. Der Weg zum ersehnten Auswärtssieg schien frei. Doch dann kippte die Partie.
Schwindende Kräfte
Das hatte laut Uwe Mäusgeier zwei Gründe. Der erste: Den Gästen schwanden die Kräfte. Bis auf Simon Golkowski und Sascha Köhler waren zwar alle Spieler an Bord, allerdings viele nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Erkältungswelle hatte das Team unter der Woche voll erwischt, außerdem waren einige Akteure wegen Verletzungen angeschlagen - deshalb waren am vergangenen Dienstag und am Mittwoch die angesetzten Übungseinheiten auch abgesagt worden.
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So ein Mist: Rotenburgs Kreisläufer Jan-Oliver Holl (rechts), wie einige seiner Mitspieler angeschlagen in die Partie gegangen, musste den späten Ausgleich est einmal verdauen. Stefan Ebenhoch (19) und Torwart Artur Kutscher versuchen ihn hier zu trösten. Foto: Walger
Rotenburg. Schweigen in der Kabine, hängende Köpfe und ein paar kleine Wutausbrüche - bei den Handballern der TG Rotenburg war die Stimmung am Samstagabend mies. Das 26:26 (8:11)-Unentschieden gegen den VfL Wanfried schmeckte ihnen nicht.
Kein Wunder. Sechs Sekunden vor Schluss hatte die TGR gegen den starken Aufsteiger 26:25 vorne gelegen. Dann konnte Rotenburgs Marcus Einhorn den Wanfrieder Linksaußen Johannes Ebel nur durch ein Foul stoppen. Die Konsequenz: Der VfL bekam einen Siebenmeter zugesprochen, Einhorn eine Zeitstrafe. Das bedeutete doppelte Unterzahl für die Hausherren.
Weil der junge Wanfrieder Johannes Brill zuvor alle fünf Strafwürfe seines VfL sicher verwandelt hatte, wies Rotenburgs Regisseur Martin Denk zwei Mitspieler an, weiter vorne zu warten, um nach dem erwarteten 26:26 vielleicht noch über eine Schnelle Mitte reagieren und so zum Sieg kommen zu können. Doch diesen letzten Strafwurf wehrte der gute TGR-Keeper Tomas Pankiewicz ab. Den Abpraller schnappte sich jedoch der ungedeckte Linksaußen Johannes Ebel, der ihn problemlos zum 26:26 versenkte. Einen Wimpenschlag später war die Partie aus.
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Die Rotenburger hoffen, dass ihre Nummer 16 rechtzeitig vor dem Heimspiel gegen Wanfried gesund wird: Tomas Pankiewicz fehlte vergangenen Samstag bei der knappen Niederlage in Alsfeld.© Walger
Rotenburg. Der punktgleiche Aufsteiger VfL Wanfried ist bei der TGR zu Gast. Die muss wohl bis Ende Januar Simon Golkowski ersetzen. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg empfangen am Samstag um 17.30 Uhr in ihrer Großsporthalle den VfL Wanfried. Beide Teams haben 5:9 Punkte geholt und wollen ihr Konto aufstocken, um sich vom Tabellenkeller abzusetzen und gar nicht erst in Bedrängnis zu kommen..
Die TGR mit ihrem Trainergespann Robert Nolte/Uwe Mäusgeier strebt mittelfristig noch mehr an: einen einstelligen Tabellenplatz nämlich. Uwe Mäusgeier weiß aber, dass dies kein Selbstläufer wird: „Für uns ist in dieser Saison jedes Spiel schwer.“
Um in der ausgeglichenen Liga zu bestehen, muss die Einstellung der Spieler stimmen. Und die war bei den Rotenburgern zuletzt in Alsfeld in der ersten Halbzeit nicht so, wie sich das Uwe Mäusgeier vorstellt: „Bis zur Pause hatten wir schon 20 Tore kassiert.“ Reine Kopfsache, glaubt der Coach. „In der zweiten Halbzeit haben wir schneller reagiert.“


