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Auch auf die Keeper kommt es an: Wer das Derby gewinnen will, braucht einen echten Rückhalt in seinem Kasten. Kai Hüter (TVH) - Er gilt als der Beste seiner Zunft in der Handball-Landesliga. Fotos: Eyert

Das Nachbarschaftsduell der TGR gegen den TVH, das am Samstag um 17.30 Uhr in der Rotenburger Großsporthalle steigt, hat einen klaren Favoriten: den Gast aus Hersfeld. Doch die Gastgeber haben schon oft bewiesen, dass sie vor eigenem Publikum über sich hinauswachsen können. Und genau das wollen sie tun.

Auch wenn – rein statistisch gesehen – fast alles für einen Auswärtssieg des TV Hersfeld spricht – die gastgebende TG Rotenburg ist für das Derby in der Männerhandball-Landesliga guten Mutes.

Sechs Siege in Folge und nicht zuletzt der klare 26:16-Hinspielerfolg lassen aber eigentlich nur die Gäste mit breiter Brust anreisen. Denn die Hausherren gehen mit der Bürde von fünf Niederlagen hintereinander in das in jeder Hinsicht ungleich erscheinende Duell. „Wenn ich an Rotenburg denke, dann in erster Linie daran, dass bei denen zu Hause ganz andere Emotionen frei werden", warnt TVH-Coach Dragos Negovan. Er weiß nur zu gut, dass es auch morgen in diesem Nachbarschaftsduell bei 0:0 losgeht.

Aufmunternden Applaus konnten seine Vorderleute gut gebrauchen: Während TGR-Keeper Christian Koch gut hielt, vergaben seine Mitstreiter reihenweise schön herausgespielte Chancen. Foto: Walger

Bei der HSG Hofgeismar/Grebenstein blieb Landesligist TG Rotenburg keinewegs den Beweis schuldig, Handball spielen zu können. Dennoch verlor das Team überdeutlich mit 20:35.

Es gibt bekanntlich Tage, da trifft ein Sportler mit einem Tennisball kein Garagentor. Dumm nur, wenn gleich eine ganze Mannschaft von dieser Seuche befallen ist - und das tatsächlich über die komplette Spielzeit.

„Die Jungs haben in dieser Hinsicht wirklich gut zusammengehalten. Das ging allen kollektiv so", nahm es TGR-Coach Uwe Mäusgeier mit Galgenhumor. Seinem Kollegen auf der TGR-Bank, Robert Nolte, sind Auftritte in Grebenstein generell nicht geheuer. Das dürfte sich am Sonntagabend kaum geändert haben.

Da geht es lang - und hoffentlich schnell wieder bergauf: TG Rotenburgs Trainer Robert Nolte, der aus Hofgeismar stammt, tritt mit seinem Team am Sonntag bei der HSG Hofgeismar/Grebenstein an. Foto: Walger

Interview mit TG Rotenburg-Trainer Nolte über die Lernphase des Vereins

Rotenburg. TGR-Trainer Robert Nolte will ausgerechnet in seiner alten sportlichen Heimat die Niederlagenserie seiner Mannschaft stoppen. Im HNA-Interview analysiert er, warum die Ergebnisse zuletzt nicht gestimmt haben.

Robert Nolte, Trainer der Landesliga-Handballer der TG Rotenburg, kehrt am Sonntag um 17.30 Uhr zum Auswärtsspiel beim Tabellenelften HSG Hofgeismar/Grebenstein zu seinen eigenen sportlichen Wurzeln zurück. Dabei hofft er auf eine Beendigung der Talfahrt seines Teams.

Herr Nolte, nach vier Niederlagen in Folge muss die Frage erlaubt sein: Ist Ihre Mannschaft, die derzeit Achter ist, zu naiv, um über das Mittelmaß in der Landesliga hinauszukommen?

Robert Nolte: Zu naiv würde ich das nicht nennen. Wir haben sicherlich in Eitra nicht so toll gespielt, was dabei auch durch Verletzungen irgendwo erklärbar war. In Landwehrhagen spielen wir richtig gut und verlieren zum Schluss mit Pech. Letzte Woche dann halten wir gegen Korbach mit deren Rückraum, der eigentlich das Zeug zu mehr als Landesliga hat, richtig gut mit. Mit etwas Abstand betrachtet, haben wir auch dort 55 Minuten lang eine gute Leistung gezeigt.