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Handball-Landesliga: TGR fährt zum inzwischen heimstarken VfL Wanfried

Vielleicht kann er ja die Rechtsaußenposition übernehmen: TG Rotenburgs Luca Teichmann.

Rotenburg. Eine Frage beschäftigt Robert Nolte, den Trainer der Landesliga-Handballer der TG Rotenburg, vor dem Spiel bei Absteiger VfL Wanfried besonders: Wen soll er am Samstag um 18 Uhr als Rechtsaußen aufs Parkett schicken?

Diese Position hat zurzeit eigentlich Marcus Einhorn inne. Doch er wird aus beruflichen Gründen fehlen. Und Phillip Debus ist langzeitverletzt.

Bliebe Jan-Oliver Holl. Doch der steht diesmal nicht zur Verfügung. Stefan Ebenhoch aus der zweiten TGR-Mannschaft könnte die Lücke gut schließen. Doch sein Team - siehe Vorschau zur Bezirksoberliga - geht personell ebenfalls am Stock. „Irgendwie werden wir es schon hinkriegen“, sagt Robert Nolte, „solch schwierige Situationen haben wir in letzter Zeit ja schon öfter gelöst.“

Handball-Landesliga: TG Rotenburg setzt sich mit 22:18 (8:11) in Ostheim durch

Er erzielte fast die Hälfte aller Rotenburger Treffer: der neunfache Torschütze Marcus Einhorn. Foto: Walger

Ostheim. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg haben ihre Auswärtsaufgabe beim TSV Ost-/Mosheim gelöst und sich mit 22:18 (8:11) durchgesetzt. Rang sechs in der Endabrechnung ist der TGR damit nicht mehr zu nehmen. Die Gastgeber dagegen hätten einen Sieg dringend gebraucht, um den viertletzten Rang, der sie zum Abstieg verdammen würde, zu verlassen.

„Wir haben uns am Anfang sehr, sehr schwer getan“, sagte Uwe Mäusgeier. Robert Nolte fügte an: „Aber wir haben eine riesen zweite Halbzeit gespielt“ - das Rotenburger Trainerduo konnte unter dem Strich also zufrieden sein mit der Vorstellung.

Chancen waren vorhanden

Dass die TGR in einer Halbzeit nur acht Tore wirft, hat Seltenheitswert. Dass es in Ostheim nicht mehr Treffer waren, lag nicht an mangelnden Chancen. Denn die hatte sich das Team in ausreichender Zahl erarbeitet.

Rotenburg. Auf ein Neues: Während die meisten Teams der Handball-Landesliga am langen Wochenende die Füße hochlegen können, muss die TG Rotenburg am Sonntag ran. Um 16 Uhr wird das Spiel beim TV Ost-/Mosheim angepfiffen.

Körperbetontes Spiel: Christian Eimer, hier im Dreikampf mit zwei Hersfeldern am vergangenen Samstag, bekam vom Trainer ein Lob für seine Spielweise. Foto: Walger

An die enge Halle in Ost-heim hat Trainer Robert Nolte so seine Erinnerungen: „Ganz früher wurde da auch die Kirmes drin gefeiert. Und die Zuschauer saßen auf Doppelsitzen, die sie wohl aus alten Bussen ausgebaut haben.“ 

Wenig Platz

Das ist natürlich längst Vergangenheit. Was geblieben ist: Wenig Platz neben dem Spielfeld und eine kampfstarke Heimmannschaft, die sich mit Händen und Füßen gegen den Abstieg wehrt. Für „OMO“, wie das Team bei der Konkurrenz heißt, geht es um alles. Denn am Abend zuvor gastiert Rotenburgs Gegner in Wanfried. Nolte: „Wenn sie dort nicht gewinnen, dann müssen sie gegen uns um alles oder nichts spielen.“ Denn von den 15 Zählern, die die Ost-/Mosheimer auf der Habenseite haben, verlieren sie auch noch welche wegen nicht erfüllten Schiedsrichtersolls, weiß der Rotenburger Trainer.