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Wer frei zum Wurf kommt, muss treffen: Das gilt in Guxhagen nicht nur für Inken Niebuhr, sondern für alle Waldhessinnen. Foto: Walger
Rotenburg. Am liebsten würden die Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen nach ihrem glatten Heimerfolg über die FSG Harleshausen/Ahnatal am Sonntag gleich nachlegen und ihr Punktekonto auf 7:13 aufstocken. Allerdings finden sie sich in der Guxhagener Kreissporthalle in der Rolle des Außenseiters. Denn die gastgebende FSG Körle/Guxhagen zählt zum Führungsquintett der Liga.
„Das ist eine erfahrene Mannschaft, die sich in der vorigen Saison als Aufsteiger eigentlich den Durchmarsch in die Oberliga vorgenommen hatte. Und ich glaube, dieses Ziel hat sie auch jetzt noch nicht ganz aus den Augen verloren“, sagt Gästetrainer Jonggi Pasaribu.
Viele Gegnerinnen seien höherklasssig erfahren, zum Beispiel Jana Hoppe, Sabrina Weiß, Katharina Hintze oder Ivonne Hildebrand. Letztere ist mit ihrer Routine besonders wichtig. Sie hält die Fäden in der Hand und bringt - falls das gerade gefragt ist - die nötige Ruhe in die Aktionen ihres Teams. Viermal hat die FSG Körle/Guxhagen in dieser Saison die Halle nicht als Sieger verlassen; es ist sicher kein Zufall, dass in drei dieser vier Partien Hildebrand nicht mitwirken konnte.
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Nika Rollmann im Anflug: Ihr gelang ein Billard-Tor zum 27:20, mit dem sie letzte Zweifel am Heimerfolg beseitigte. Foto: Walger
Rotenburg. Die FSG Waldhessen besiegte ihre Gäste von der FSG Harleshausen/Ahnatal deutlich mit 29:22 (14:11) und erfüllte damit die Vorgabe ihres Coachs Jonggi Pasaribu. Die Gastgeberinnen bleiben zwar auf dem vorletzten Rang, haben aber den Anschluss an die vor ihnen liegenden Teams hergestellt.
Gegenüber der Heimniederlage zuvor zeigten sich die Waldhessinnen diesmal zielstrebiger und spielstärker. Innerhalb der ersten vier Minuten zogen sie schon auf 4:1 davon. Dieser Torreigen ging bis zur 10. Minute munter weiter, als ein satter 8:2-Vorsprung zu Buche stand.
Doch dann ging es mal wieder in ein Wellental. Pasaribus Mannschaft pendelte zwischen noch nicht gestilltem Torhunger und technischen Fehlern. Plötzlich stand es nur noch 9:7 (18.). Die Rotenburgerinnen behielten aber klaren Kopf, ließen den Gegner nicht näher herankommen und lagen zur Pause mit 14:11 vorne.
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Nach ihrer Roten Karte ist sie im Kräftemessen der Kellerkinder wieder dabei: Stefanie Krestel. Foto: Walger
Rotenburg. Ein Sieg und ein Unentschieden - die bisherige Ausbeute der FSG Waldhessen in der Handball-Landesliga ist mäßig. Am Samstag ab 15.30 Uhr soll der zweite Saisonerfolg hinzukommen. Den anzustreben, ist auch nicht vermessen. Denn zu Gast in der Rotenburger Großsporthalle wird Mitaufsteiger FSG Harleshausen/Ahnatal sein. Der reist als Schlusslicht an und hat erst zwei Zähler auf der Habenseite.
„Wenn wir Weihnachten nicht ganz unten in der Tabelle stehen wollen, dann müssen wir gewinnen“, sagt Jonggi Pasaribu, der Trainer der der FSG Waldhessen, „etwas anderes als ein Sieg würde mich auch wirklich enttäuschen.“
Eine weitere Enttäuschung käme auch höchst ungelegen. Denn weder er noch seine Spielerinnen hatten am Dienstag, als sie sich zum Training trafen, die Niederlage vom Wochenende in Twistetal schon richtig verdaut. „Die Stimmung war noch etwas gedrückt“, sagt Jonggi Pasaribu. In Twistetal waren die Waldhessinnen mit einer guten Leistung auf dem besten Weg zu einem Punktgewinn, als die Rote Karte gegen Stefanie Krestel sie völlig aus dem Tritt brachte.



