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Röhrda - Die TG Rotenburg hat in der Handball-Bezirksoberliga der Männer ihren ersten Punktgewinn der neuen Saison verbucht. Im Auswärtsspiel bei der HSG Datterode/Röhrda/Sontra erreichte die Mannschaft von Trainer Tomislav Balic am Samstag ein 22:22 (10:11)-Unentschieden. Lukas Günther erzielte acht Sekunden vor der Schlusssirene den wichtigen Treffer zum 22:22 Ausgleich. 

"Es war ein gutes Spiel mit einem guten Kampf. Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, einen Punkt zu holen", bilanzierte Rotenburgs neuer Coach Tomislav Balic, der insbesondere die Leistung des jungen Torhüters Henrik Möller in der letzten Viertelstunde hervorhob. "Er hat eine richtig starke Leistung gezeigt und das umgesetzt, was wir im Training geübt haben. Auch die Abwehr hat mit großem Herzen gekämpft." Lediglich im Angriff sieht der 43-Jährige noch Luft nach oben. "Wir erspielen uns super Positionen, aber die Konzentration im Abschluss hat gefehlt. Auch die Ballzirkulation muss schneller sein."

Die Rotenburger erwischten einen guten Start und führten nach sechs Minuten 3:0. Im Verlauf der Partie produzierten die Gäste jedoch immer wieder technische Fehler, sodass die HSG in der 20. Minute zum 8:8 ausglich und wenig später imt einem knappen Vorsprung in die Kabine ging. Nach der Pause drehte die TGR das Ruder wieder herum und ging mit 13:11 (35.) in Führung. Kurz vor der Schlussphase kippte die Partie wieder zugunsten der Gastgeber, die vor den letzten sechs Minuten mit drei Toren führten. Rotenburg gab sich aber nicht geschlagen, kämpfte vor allem in der Abwehr unermüdlich und belohnte sich in der Schlussminute durch Günthers Treffer mit einem Punkt.

22.09.2026 - Alicia Kreth, HNA

TG Rotenburg verliert gegen Böddiger nach der Pause den Faden

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten erlebten die rund 200 Zuschauer zum Saisonauftakt in der Rotenburger Großsporthalle. Die TG Rotenburg zeigte am Sastag gegen den TSV Eintracht Böddiger zunächst eine starke Leistung und führte zur Pause mit 15:12. Nach dem Seitenwechsel verloren die Gastgeber jedoch völlig den Faden und mussten sich dem direkten Tabellennachbarn der vergangenen Saison am Ende mit 21:26 geschlagen geben.

Dabei hatte der neue TGR-Coach Tomislav Balic seine Team für den Auftakt klare Vorgaben mit auf den Weg gegeben. Nach Ballgewinnen sollte schnell umgeschaltet werden. Das funktionierte in der ersten Halbzeit bestens. Maurie Reyer traf zweimal bis zum 6:6 (12.) und war auch am anschließenden 4:0 Lauf der Rotenburger zum 10:6 (20.) beteiligt.

Auch die 5:1 Deckung der Turngemeinde arbeitete zunächst konzentriert und aggressiv. Die Mannschaft verschob gut, provozierte Ballverluste und kam dadurch immer wieder zu schnellen Gegenstößen. Im Angriff sorgte der TGR-Rückraum mit hohem Tempo und gelungenen Rochaden für Lücken in der Böddiger Abwehr. Die Folge: eine verdiente 15:12 Führung zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel war davon allerdings nicht mehr viel zu sehen. Innerhalb von nur zwei Minuten kassierte Rotenburg zwischen der 33. und 35. Minute drei Gegentore und musste den Anschluss zum 16:15 hinnehmen. Die Abwehr verlor zunehmend ihre Ordnung. Mehrfach kamen die Rückraumschützen des TSV zum Erfolg, weil die TGR-Deckung zu spät heraustrat. Besonders auf den Außenpositionen boten die Rotenburger dem Gegner zu viel Raum. Auch am Kreis fehlte es an der notwendigen Zuordnung. Böddiger nutzte die Freiräume konsequent und kam immer wieder zu einfachen Toren. In der 47. Minute gingen die Gäste beim 20:21 schließlich erstmals in Führung.

Insgesamt elf Ballverluste im Angriff erschwerten den Hausherren zusätzlich die Aufholjagd. Noch gravierender war allerdings die fehlende Durchschlagskraft: Ab der 44. Minute gelang der TGR kein einziger Treffer mehr aus dem Spiel heraus. Die Rotenburger agierten in dieser entscheidenden phase sowohl einmal in Überzahl als auch einmal in Unterzahl, konnten daraus aber keinen entscheidenden Vorteil ziehen. Erst in der 58. Minute sorgte Simon Kleinwächter mit einem verwandelten Siebenmeter für den Treffer zum 21.25. Ansonsten blieb die Turngemeinde offensiv ohne Erfolg und musste mit ansehen, wie Böddiger den Vorsprung über die Schlussphase hinweg sicher verwaltete. Damit wiederholte sich aus Rotenburger Sicht ein bekanntes Szenario: Wie bereits in der vergangenen Saison konnte Böddiger in der Großsporthalle gewinnen.

Rotenburgs Coach Tomislav Balic war nach dem Spielende entsprechend unzufrieden: "Meine Enttäuschung ist groß. Unsere Abwehr auf der linken und rechten Seite hat nicht funktioniert. Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Rotenburg: Wenderoth (10 Paraden), Olbricht (3 Paraden), Brandau - N. Fischer 2, Reyer 6, Liinhart, Balk 2, Bozoljac 1, Kesten, Putivtsev 1, Bonsack, Kleinwächter 4/3, Günther 4/1, Bussmann, Wingefeld, J. Fischer 1
Böddiger: Ilian (5 Paraden), Schmidt (2 Paraden) - Itze 2, Franke 2, Auth 7/2, Knaust 1, Wetzel 2, Franke, Clobes 1, Kosicke 2, Eckhardt 2, Wagner, Bürger 4, Weinmeister 2, Pfoch 1

15.09.2026 - Burghardt Hauptmann, HNA

Die TG Rotenburg empfängt zum Saisonauftakt den TSV Eintracht Böddiger – ein Duell zweier enger Rivalen aus der Vorsaison.

Hat sich viel vorgenommen: das Team der TG Rotenburg um Trainer Tomislav Balic (Mitte, Zweiter von links) bei ihrer Saisoneröffnung. © Martin Pippert

Gleich zum Saisonauftakt wartet auf die TG Rotenburg ein echter Gradmesser. Am Samstag um 17.30 Uhr empfängt der Tabellendritte der vergangenen Saison in der Rotenburger Großsporthalle den TSV Eintracht Böddiger, der die Spielzeit auf Rang vier beendete. Schon im Vorjahr waren die Duelle zwischen beiden Mannschaften heiß umkämpft: Böddiger gewann knapp in Rotenburg, die TGR schlug im Rückspiel deutlicher zurück. Nun beginnt für beide Teams eine neue Saison – mit einigen Veränderungen.

Bei der TG Rotenburg steht mit Tomislav Balic ein alter Bekannter an der Seitenlinie. Der Trainer möchte die Mannschaft weiterentwickeln und sie perspektivisch zurück in die Oberliga führen. Dabei setzt Balic auf eine Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Talenten. Die Routiniers Niklas und Julian Fischer, Lukas Günther und Dusan Bozoljac sollen dabei eine wichtige Rolle übernehmen: „Sie müssen ein Vorbild für die Jüngeren sein.“ Gleichzeitig sollen die ehemaligen Jugendspieler für frische Energie und Tempo sorgen. „Um Geschwindigkeit auf die Platte zu bringen, brauchen wir diese neue Kraft und Energie. Sie werden die Erfahrenen pushen, noch mehr Gas zu geben.“

Gerade das Potenzial des Nachwuchses hat Balic bei seiner Rückkehr nach Rotenburg gereizt. „Sie haben interessantes Potenzial und Talent. Ich habe Bock, die Jungs weiterzuentwickeln.“ Besonders Max Bussmann hat in der Vorbereitung auf sich aufmerksam gemacht. Auch Födor Putivtsev, Noah Kesten und Tom Balk sieht Balic auf einem guten Weg. Sie hätten „richtig Lust“, um einen Platz in der Mannschaft zu kämpfen.

Allerdings warnt der Trainer davor, von den Nachwuchskräften sofort Wunderdinge zu erwarten. „Viele Jungs schaffen den Übergang in den Seniorenbereich nicht gleich.“ Entscheidend sei, ihnen die notwendige Zeit zu geben. „Sie haben alle einen guten Charakter. Es ist unsere wertvolle Zukunft.“

Insgesamt 25 Spieler umfasst Balics Kader. Eine Verstärkung gibt es im Tor: Jan Olbricht wechselte von der HSG Waldhessen nach Rotenburg. Mit ihm bekommt die TGR zusätzliche Qualität zwischen den Pfosten. Dass er seinem Team einiges zutraut, macht Balic deutlich: „Wir haben eine richtig gute Mannschaft.“

Die Vorbereitung stimmt den Coach optimistisch. Seit Mitte Juli arbeitet Rotenburg intensiv an Kondition, Athletik und Taktik. „Ich bin sehr zufrieden, und das sage ich nicht so oft.“ Die Mannschaft habe hervorragend mitgezogen. Taktisch hat Balic verschiedene Deckungsvarianten einstudieren lassen, eine 6:0- und eine 5:1-Abwehr. Nach Ballgewinnen soll es möglichst schnell nach vorn gehen. Das schnelle Umschaltspiel gehört zu den großen Stärken, die Balic seiner Mannschaft zuschreibt. „Mein Anspruch ist es, jede Mannschaft in der Liga überrennen zu wollen.“ Tempo allein reicht allerdings nicht. Die Rotenburger sollen gleichzeitig konzentriert bleiben und technische Fehler vermeiden. Balic fordert, „mit Kopf“ zu spielen und eine „aggressive, dichte Deckung“ zu stellen.

10.09.2026 - Alicia Kreth, HNA