Bebra/Rotenburg – Neue Saison, neue Herausforderungen, neue Ziele: In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen fliegt ab Samstag der Ball wieder. Zu den zehn Mannschaften, die der Liga angehören, zählen auch die HSG Waldhessen und die TG Rotenburg.

Zurück auf der Platte: Für Waldhessens Martina Sinning (links) und Rotenburgs Johanna Grunwald gilt es ab Samstag wieder in der Bezirksoberliga. © Stefan Kost-Siepl
Der TG Rotenburg winkt am Sonntag um 15.30 Uhr gleich zum Auftakt das Derby mit dem TV Hersfeld II. Derzeit steht noch eine Spielverlegung im Raum. Dennoch herrscht Vorfreude bei Trainer Sebastian Jaschinski. „Obwohl Hersfeld als Absteiger der klare Favorit ist, empfinde ich das Spiel zu Beginn als angenehme Aufgabe. Wir haben nichts zu verlieren.“ Ziel für die Spielzeit ist es, sich „im Vergleich zur vergangenen Saison weiter zu steigern und unsere Systeme zu festigen“. Wie sich das am Ende in Zahlen ausdrückt, sei bei der durch die drei Absteiger verkleinerten Liga schwer vorauszusagen.
Die Vorbereitung, mit der Jaschinski sehr zufrieden ist, hat bei den Rotenburgerinnen ziemlich früh angefangen. Schon Anfang Juni ging es weiter. „Bei der erfahrenen Truppe, die ich bis vor zwei Jahren trainiert habe, habe ich den Handball dann für eine Weile auf die Seite geschoben, um die Geilheit darauf wieder zu erzeugen“, sagt Jaschinski. Bei seiner nach dem Umbruch recht jungen Mannschaft sei das kaum notwendig. „Die Mädels sind da selbst bekloppt. Kaum ist das letzte Training der Vorsaison rum, fragen sie schon nach dem nächsten.“
Besonders besticht die Gruppe in Sachen Athletik. „Unsere Spielweise erfordert viel Beinarbeit“, erklärt Jaschinski. „Wir sind ein kleiner gewachsenes, aber schnelles Team. Deshalb können wir auf die meisten Gegner nicht hinten warten, sondern müssen sie so früh wie möglich in der Bewegung stoppen.“ Auch für ein gutes Umschaltspiel sei die richtige Athletik wichtig.
Neu dabei ist Stella Wager vom Hünfelder SV. Die 19-Jährige geht seit August auf die Landesfinanzschule Rotenburg und meldete sich daraufhin bei der TGR. „Sie passt wie Arsch auf Eimer zu uns“, sagt Jaschinski. Nach Schwangerschaften kehren zudem Zoe Frömel und Inken Niebuhr zurück. „Die drei verstärken uns extrem. Alles, was vorher auf Kante genäht war, wird sich dadurch entspannen“, sagt Jaschinski. Luca Mäusgeier wird nicht mehr für jedes Spiel zur Verfügung stehen.
10.09.2026 - Alicia Kreth, HNA
