Rotenburgerinnen bejubeln 3:1-Erfolg beim USC Gießen
Die Freude ist groß: Loretta Paul (von links) und Wiktoria Kalinowska jubeln über einen erfolgreichen Angriff von Olga Kalinowska. © Foto: Alicia Kreth
Gießen – Es war die erwartet schwere Aufgabe, aber die Volleyballerinnen der TG Rotenburg haben diese gegen einen bis dahin für sie noch unbekannten Gegner gut gelöst und am Sonntagnachmittag ihr Auswärtsspiel in der Oberliga beim Aufsteiger USC Gießen mit 3:1 (25:18, 23:25, 25:23, 25:21) gewonnen. Damit bleibt die Mannschaft um Elli Rauch und Heide Aust, die das Trainergespann bei der TGR bilden, Spitzenreiter SKV Mörfelden dicht auf den Fersen.
„Es war sehr eng. Ich muss Gießen ein Riesenkompliment aussprechen. Sie waren vom zweiten bis vierten Satz sehr stark in der Annahme und haben uns alles abverlangt, was wir im Angriff in der Lage waren zu spielen – das hatten wir so nicht erwartet“, resümierte Heide Aust, die aber auch ihrer eigenen Mannschaft ein großes Lob aussprach, „dass sie das so gemeistert hat“. Denn die Gäste mussten kurzfristig noch Mannschaftskapitänin Kim Gerlach ersetzen, die ebenso wie Konstanze Hönl krankheitsbedingt ausfiel. Für sie rückte Olga Kalinowska auf die Außenposition, und Diagonalangreiferin Chrysa Fili, die eigentlich verhindert war, reiste noch extra aus Berlin an.
Im ersten Satz waren die Rollen klar verteilt. Rotenburg bestimmte das Spielgeschehen und verbuchte den Durchgang mit einem deutlichen Ergebnis für sich. Daraufhin rückte Stephanie Franke für Dauerbrennerin Ana Cutura auf die Position der Stellerin, die ihre Sache auch gut machte. Dennoch stellte sich zum Ende des zweiten Satzes eine gewisse Nervosität bei den Rotenburgerinnen ein. Sie kamen bereits in diesem zweiten Satz immer schwieriger mit ihren Angriffen durch, da sich der Aufsteiger aus Gießen im Laufe des Spiels gehörig steigerte. Es kam zu sehr langen Ballwechseln, in denen die TGR häufig den Kürzeren zog und somit diesen Durchgang am Ende knapp abgeben musste.
„Wir wollten das Spiel nutzen, um jeder Spielerin Einsatzzeit zu geben und gewisse Dinge einzuüben. Um wieder Ruhe und Gewohnheit aufs Feld zu bekommen, haben wir danach aber wieder zurückgewechselt“, erklärte Aust. Gießen präsentierte sich nun insbesondere in der Abwehr stark und verlangte dem Favoriten, der zwischenzeitlich mit fünf Punkten zurücklag, alles ab. „Wir mussten alles, was sich in unserem Repertoire befindet, aufs Feld bringen“, so die Co-Trainerin.
Der dritte Satz ging am Ende knapp an die Gäste, die diesen nach dem 20:20 an sich gerissen hatten und mit 25:23 triumphierten. Am Ende war dann die Konstanz des Tabellenzweiten ausschlaggebend dafür, dass er auch den vierten Satz für sich entschied und die Turnhalle Rödgen am Sonntag als verdienter Sieger verließ.
Rotenburg: Fili, O. Kalinowska, Wulkau, Paul, W. Kalinowska, Mousa, Cutura, Franke, Eckstein. ALICIA KRETH
