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Begeisterndes 3:1 im hochklassigen Duell gegen Mörfelden

Und wieder ein Punkt: Die Volleyballerinnen der TG Rotenburg bejubeln einen erfolgreichen Angriff im ersten Satz. © Foto: Stefan Kost-Siepl

 Rotenburg – Was für ein Volleyball-Abend! In einem dramatischen wie begeisternden Duell hat die TG Rotenburg in der Oberliga der Frauen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter SKV Mörfelden niedergerungen. Der 3:1 (25:20, 18:25, 25:18, 25:20)-Sieg war am Ende hochverdient, aber knapper, als es das Resultat erscheinen lässt. Die 150 begeisterten Zuschauer in der Rotenburger Bernhard-Faust-Halle jedenfalls bejubelten ihre Mannschaft, die sich nach Aussage von Co-Trainerin Heide Aust anschließend noch „eine kleine Hallenfeier“ verdient hatte.

Doch bis dahin war der Weg weit. Beide Teams brauchten keine Anlaufzeit, zeigten vom ersten Ballwechsel an, dass sie aus Gründen die Plätze zwei und eins der Liga belegten. Kaum Fehler unterliefen ihnen. Mörfelden spielte sogleich seine Stärke, die unglaublich sichere Abwehr, aus. Das machte klar: Punkte gegen diese Mannschaft wollten erarbeitet sein! Aber genau das tat die TGR. Spielte selbst fast fehlerlos, stellte einen guten Block, zwang die Gäste zu Auszeiten. Suchte und fand Lücken für eigene Angriffe - und zog langsam, aber unaufhaltsam ab 13:12 davon. „Was geht ab, wir feiern die ganze Nacht“, dröhnte es aus den Musikboxen, als ein Ass von Kim Gerlach den ersten Satz zum 25:20 beendete.

Der zweite Satz begann ausgeglichen bis zum 4:4. Und dann? Ging plötzlich nichts mehr bei der TGR. Aufschläge im Netz, einfachste Bälle im Aus, Abstimmungsfehler, Ungenauigkeiten - wie ein Kartenhaus brach das Spiel der Gastgeber zusammen. Mörfelden sagte kurz „Danke“ und führte mit 15:4. Der Satz war weg - aber nicht kampflos. Denn plötzlich ging ein Ruck durch das Team. Punkt um Punkt holte Rotenburg auf, als hätte es den Einbruch nie gegeben. „Das war unsere größte Leistung, dass wir aus diesem Loch rausgekommen sind“, befand Trainerin Elli Rauch später. Auf 11:15 und 14:17 kam die TGR heran, musste den Satz dann aber doch mit 18:25 abgeben.

Und spielte als Antwort einen begeisternden dritten Durchgang. Führte sofort, stellte einen immer besseren Block, suchte und fand ihr Glück in dieser Phase immer wieder über Außen. Kim Gerlach und Loretta Paul verwerteten die Zuspiele der fast fehlerlos agierenden Ana Cutura. 19:9 führten sie. Alles klar? Nicht mit Mörfelden. Bis auf 16:20 kamen die Gäste wieder heran. Gerlach und Paul beendeten das Zittern zum 25:18.

Der vierte Durchgang verlief ähnlich: Nach anfänglichem Rückstand drehte die TGR auf. Anne Wulkau rückte nun mit Punkten über die Mitte immer mehr in den Blickpunkt. Block, Netzroller - alles klappte. 20:12 stand es. Die Entscheidung? Nochmals: nicht mit Mörfelden. Plötzlich zitterten die Hände. Punkt um Punkt holten die Gäste auf bis zum 19:22. Dramatik pur. Schließlich 24:20 - und eine letzte Wendung: Weil das Rotenburger Schiedsgericht einen Rotationsfehler bei Mörfelden gesehen hatte, bemühte der SKV den unparteiischen Hauptschiedsrichter. Der ließ, nach quälend langer Debatte, den Punkt wiederholen. In einem letzten langen Ballwechsel beendete Kim Gerlachs Schlag die Partie.

„Das war eine riesige Leistung der Mannschaft“, lobte Elli Rauch. „Wir sind aus einem Tief heraus gekommen, haben all das umgesetzt, was wir im Training geübt haben, haben die Lücken gefunden.“ Ausdrücklich lobte sie auch die eigene Bank: „Die, die nicht gespielt haben, haben die Energie aufs Feld getragen. Das war wichtig! Kleinigkeiten haben entschieden, wir wollten diesen Sieg einfach mehr!“ Die TGR bleibt, nun punktgleich mit Mörfelden, Zweiter.

TGR: Berge, Fili, O. Kalinowska, Gerlach, Wulkau, Paul, W. Kalinowska, Mousa, Hönl, Cutura, Eckstein, Franke RAINER HENKEL