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Rotenburg – Am Anfang war es eine deutliche Demonstration der Stärke, am Ende ein verdienter, aber auch glücklicher Sieg: Die Oberliga-Volleyballerinnen der TG Rotenburg bleiben in der Erfolgsspur. Mit dem 3:1 (25:13, 25:15, 17:25, 25:23) gegen die SG Marburg/Biedenkopf II landeten sie den vierten Sieg innerhalb von vier Wochen. Es folgt ein spielfreies Wochenende, bevor sich am 22. Februar im Duell beim Spitzenreiter in Mörfelden womöglich die Meisterschaft entscheidet.

Zwei Sätze lang boten die Rotenburgerinnen ein Spiel zum Zungeschnalzen. Von Beginn an setzten sie die Marburgerinnen unter Druck und setzten genau das um, was Trainerin Elli Rauch ihnen mit auf den Weg gegeben hatte: Starke Angaben, sichere Annahme, Druck ausüben, dem Gegner keine Luft zum Atmen lassen. Schon nach wenigen Minuten nahmen die Gäste eine erste Auszeit, versuchten fortan, dagegen zu halten. Sie deuteten an: Sobald sie sich vom Druck der TGR etwas befreien konnten, wurde auch ihr Spiel gefährlich. Doch gegen die fast fehlerlose und besonders in der Feldabwehr starke Leistung der TGR war - zunächst - kein Kraut gewachsen. Die TGR gab die Führung nie ab. Blitzsaubere Kombinationen führten immer wieder zu Punkten und so folgerichtig zum deutlichen 25:13.           
Und so ging es weiter: Aus einem anfänglichen 4:6 machte Rotenburg ein 9:6, baute auch mithilfe starken Angabenserien den Vorsprung kontinuierlich aus. Kaum je gelang es den Gästen, mehr als einen Punkt in Serie zu holen. Libera Yostina Mousa agierte sicher, Ana Cutura stellte präzise. Die Angaben, hier besonders von Chrysa Fili und Olga Kalinowska, kamen stark. Die Folge: ein klares 25:15 im zweiten Satz - und die Frage, wie schnell dieser Volleyballabend wohl zu Ende gehen würde.           
Die Antwort: erstmal gar nicht! Denn plötzlich ließen die Rotenburgerinnen nach. Unmerklich erst, dann dämmerte beim 12:15-Zwischenstand allen: Da war Sand ins Getriebe geraten. „Marburg hat umgestellt, hat die Abwehr vorgezogen“, erläuterte Co-Trainerin Heide Aust später die Taktikänderung bei den Gästen. „Dadurch haben sie die Lücken geschlossen, die wir in den ersten beiden Sätzen mit unseren Angriffen noch gefunden haben.“ Weil die TGR nun auch zunehmend Probleme mit den Angaben der Marburgerinnen bekam, wuchs der Rückstand plötzlich an. Beim 13:20 schien der Satz bereits verloren. Die TGR riss sich zusammen, kam noch einmal auf 16:20 heran, doch Marburg hatte nun einen Lauf und machte den Sack mit 25:17 zu. „Es ist vollkommen natürlich, dass nach zwei so souveränen Sätzen die Spannung etwas abfällt“, befand Elli Rauch. „Aber zwei, drei Prozent reichen da schon, um den Gegner aufkommen zu lassen.“           
Der vierte Satz war dann ein Duell auf Augenhöhe. 4:3, 7:9, 15:13 - die Führung wechselte ständig. Und: Beiden Mannschaften merkte man an, dass die Partie Kraft gekostet hatte. Die Fehler häuften sich hüben wie drüben. 19:17, 19:19, 20:22 - es wurde dramatisch. 22:23 - Marburg hatte den Satzausgleich vor Augen. Nun wurde Kapitänin Kim Gerlach auf Außen gesucht . Und sie behielt die Nerven. Um 20.45 Uhr hatte sich die TGR ins Ziel gerettet. Heide Aust: „Das haben wir den Spielerinnen mitgegeben, als es nicht lief: Zieht euch nicht zurück, bleibt mutig. Wer sich zurückzieht, gewinnt keine Spiele.“ Sie blieben mutig. Und gewannen.RAINER HENKEL 

Sicher in der Annahme: Libera Yostina Mousa (links) und Olga Kalinowska gehörten zu den stärksten Rotenburgerinnen. © Foto: Stefan Kost-Siepl